Nur der Vollständigkeit halber hier die technische Beschreibung weiterer Druckverfahren:
Hochdruck: Beim Hochdruckverfahren werden die erhöhten Stellen der Druckform mittels einer farbtragenden Rasterwalze angefärbt. Die Druckform überträgt anschließend den Farbstoff auf den Bedruckstoff.
Flachdruck: Bei diesem Verfahren wird die zu druckende Zeichnung auf eine sensitive Metallplatte übertragen. Die druckenden und nichtdruckenden Stellen liegen in der Druckform in einer Ebene. Das Druckbild wird auf ein Gummituch und später auf den Druckträger übertragen (indirekter Druck). Die Trocknung erfolgt oxidativ oder mittels IR- oder UV-Strahlen. Anwendung für Karton und Kunststoffe.
Tiefdruck: Das Tiefdruckverfahren hat u. a. Bedeutung für die farbliche Gestaltung von Hart-PVC-Folien und Beschichtungen. Bei diesem Verfahren wird die Druckfarbe in die Vertiefungen der Druckform eingestrichen. Der Bedruckstoff übernimmt anschließend die Druckfarbe aus den Vertiefungen der Druckform. Die Trocknung erfolgt in einem Trockenband bei etwa 60 bis 70 °C.
Siebdruck: Beim Siebdruck handelt es sich um ein Durchdruckverfahren, bei dem ein auf einen Druckrahmen gespanntes Kunststoffgewebe als Druckform genutzt wird. Dieses Verfahren ist besonders geeignet bei Objekten mit planer Oberfläche oder zylindrischer Form (auch dann als Runddruck bezeichnet).
Tampondruck: Bei dem Tampondruck handelt es sich um eine Druckform, bei dem ein Klischee als Druckform verwendet wird und zur Übertragung des Druckes ein Drucktampon verwendet wird, der aus Silikonkautschuk besteht. Bestens geeignet für unebene Artikel.
Transferdruck: Transferdruck bezeichnet ein Heißübertragungsverfahren, bei dem eine Vorlage im Siebdruckverfahren mit Spezialfarbe auf ein Trägerpapier gedruckt wird. Das Resultat wird mit einer Heißübertragungspresse auf die Druckteile gedruckt.