SäbelbogenQS-Prüfung auf gerade Kanten: zum Test ca. 5m Folie abwickeln und an allen vier Ecken ziehen und längs mittig falten. Die beiden übereinander liegenden Folienkanten sollten max. 5mm Versatz gegeneinander haben.
SensorikMenschliche Sinnesorgane (Auge, Nase, Ohren und Mund) werden zu Prüf- und Messzwecken verwendet.
Shaped PouchesStandbodenbeutel mit gestanzter Kontur in besonderen Formen.
SiegelnThermoplastische Kunststoffe, wie z. B. PP, sind bei entsprechender Temperatur gut schweißbar. Bei allen Schweißverfahren sind Temperatur, Druck und Zeit für die Qualität einer Schweißnaht ausschlaggebend. Verfahren: Wärmeimpuls, Wärmekontakt, Trennnaht, Ultraschall und Hochfrequenz. Corona-Vorbehandlung sowie zu hohe Einfärbungen und Additivanteile können die Schweißnahtfestigkeit beeinträchtigen. Siegeln bedeutet das Verbinden von Folienoberflächen durch „Siegelnähte“ oder „Siegelflächen“, meist durch Einwirkung höherer Temperaturen. Das Wort „Siegeln“ gilt eigentlich für eine nicht schweißfähige Folie, z. B. Aluminiumfolie oder Cellophan, die durch Aufbringen einer Siegelschicht schweißbar gemacht wird. Das Siegeln wird in vielen Verfahren der Folienverarbeitung angewendet, vor allem zur Herstellung und zum Verschließen von Beuteln oder Säcken, zur Aufbringung von Deckelfolien auf Bechern oder Schalen, beim Form-, Füll- und Schließverfahren, bei der Herstellung von Blisterpackungen. Das Heißsiegeln ist heute das gebräuchliste, Kaltsiegeln ist auf spezielle Anwendungen beschränkt.
SiegelnahtfestigkeitGibt die Festigkeit einer Siegelnaht an; wird vom Siegeldruck -zeit, -temperatur und der Substratlänge beeinflusst. Höhere Temperaturen ergeben höhere Festigkeiten.
SiegelrandbeutelSiegelrandbeutel besitzen Eigenschaften wie gute Verschweißbarkeit, Wasserdampfdichte, Sauerstoffbarriere, Aromaschutz, hohe Reißfestigkeit und gute Bedruckbarkeit. Einsatz: Vakuumverpackung, Begasung von Lebensmittel, Pharmazeutik, Kosmetik, Chemie und technische Produkte.
SiegeltemperaturSiegeltemperatur ( Siegelbereich) ist die Temperatur, bei der die Oberfläche einer Folie erweicht und mit sich selbst oder einer anderen Folie eine nach dem Abkühlen feste Verbindung eingeht. Die genaue Bestimmung der Siegeltemperatur ist mit viel Erfahrung verbunden. Sie wird in einem weiten Bereich angegeben. z. B. für Zellglas 90° - 180° C, BOPP 120° - 140°C,sie ist auch von Geschwindigkeit und Taktzahl abhängig.
SleeveSchrumpfsellve: Folie wird über Behältnisse gestülpt und im Wärmetunnel geschrumpft; es sntsteht der Eindruck, dass Behälte und Ettikett eins sind. Stretch-Sleeve: Folie wird ohne Kleber in 360-Grad-Deko um den Behälter gezogen.
Sonneneinwirkung auf FolieVon der Sonnenstrahlung erreichen nur sichtbares Licht, UV-A und UV-B, die Erdoberfläche, ca. 6% der die Erde treffenden Sonnenstrahlung sind UV-Strahlen. Gewöhnliches Fensterglas ist für einen großen Teil der ultravioletten Strahlen undurchlässig. Das gilt besonders für UV-Strahlen mit kurzen Wellenlängen (UV-B und UV-C), für UV-A ist Fensterglas jedoch durchlässig. Kurzwelliges Ultraviolett hoher Intensität trübt sogar Gläser und optische Komponenten. Intensive UV-Strahlung vermag organische Bindungen zu spalten, es kann bei extremer Einwirkung organische Bindungen schädigen (Trübung, Versprödung, Zerfall). Dies nennt man auch „photooxidative Reaktion“. Die Dauer der Wirkung kann gemäß der wissenschaftlichen Untersuchungen von D.J. Carlsson und D. M. Wiles, ( Division of Chemistry, National Research Councul of Canada „Der photooxidative Abbau von Polypropylen”) von ein paar Monaten bis zu mehreren Jahren sein, je nach geografischer Region, Sonnenintensität und täglicher Expositionsdauer von Exponaten.
StandbodenbeutelStabiler Beutel, meist aus Verbundfolie, oft mit verstärktem Boden, für sicheren Stand. Oft mit Druckverschluss, Tragegriffloch oder Füllstutzen.
SterilisationVerfahren, mit dem Materialien und Gegenstände von lebenden Mikroorganismen befreit werden; alle enthaltenen Mikroorganismen, deren Sporen, sowie Viren und Plasmide werden zerstört. Entfernung oder Abtötung aller Mikroorganismen in jedem Entwicklungsstadium. U.a.: Dampfsterilisation (erhitzen im feuchten Zustand); Heißluftsterilisation (erhitzen im trockenen Zustand); fraktionierte Sterilisation (mehrere Phasen mit 100 Grad und Raumtemperatur); Strahlensterilisation (mit ionisierenden Strahlen).
StippenIsolierte Verunreinigungen in der Folienbahn die die Folieneigenschaften negativ beeinflussen; die Gefahr von Abrissen der Folienbahn wird z. B. erhöht. Ursachen von Stippen: in der Schmelze nicht aufgelöste Granulat- bzw. Additivteilchen,
Fremdverunreinigungen (Staub/Schmutz), aus der Umgebung in Rohstoffen oder im Herstellungsprozess der Folie. Vernetzte oder hochmolekulare Anteile in eingesetzten Polymeren, die nicht vollständig schmelzen. Durch zu hohe Temperatur, geschädigtes Ausgangsmaterial (falsche Prozessführung) oder nicht geeignete Rezeptur, Rückführung von Thermoplasten, Wiederverwendung von regranulierten Rohstoffen.
Verschmutzungen am Düsenspalt oder ausgeschiedene Additive. Bei Folien mit Füllstoffe (opaken BOPP-Folien), kann es beischlechter Verteilung zur Stippenbildung kommen. Einzelne Polymere haben unterschiedliche Neigung zur Stippenbildung. Thermisch empfindliche Produkte sind besonders anfällig. Dies gilt z. B. für Polyvinylchlorid oder Polyamide.
StretchfolienWerden meist aus PE-LLD hergestellt, sind hoch dehnbar und i.d.R. transparent. Die Folienstärken schwanken zwischen 15 und 25 µm, sie werden zum Umwickeln von Gütern und zur Transportsicherung von Paletten eingesetzt. Alternative zur Schrumpfhaube.
StretchsleevesSchlauchförmige dehnbare Etiketten, die über Behälter gezogen werden und ohne Kleber oder Temperatureinwirkung sitzen.
SwellingEine irreversible Falten- und Wellenbildung im Folienmaterial, insbesondere bei dünnen Folien als Phänomen zu beobachten. Die Ursachen liegen z.B. in der Migration von mineralölbasierenden Druckfarben bzw. anorganischen Substanzen in die Polypropylenmatrix; in nicht genügend Wartezeit nach dem Druckvorgang der in Folien zu verpackenden Produkte bzw. keiner ausreichenden Trocknung der Druckfarbe im Druckvorgang. Mit steigendem Anteil an Recyclingpapier ist ebenfalls zu beobachten, das über den erhöhten Recyclinganteil wiederum mineralölbasierende Stoffe in Papier und/oder Pappe gelangen. Für Lebensmittelanwendungen sind diese mineralölbasierenden Papiere und Pappen verboten. Im Hinblick auf Folienanwendungen ist derzeit PLA resistent gegen swelling.